Therapeutisches Reiten

Das Therapeutische Reiten ist fester Bestandteil der Vormittagsarbeit. Dafür hat die Jugendfarm vom Charakter her ruhige, ausgeglichene Pferde und Ponys, nicht jedes Tier ist für diese anspruchsvolle Aufgabe geeignet. Die Pferde der Jugendfarm werden für diese Aufgabe gezielt ausgebildet. Voraussetzung dafür, dass sie im therapeutischen Einsatz zuverlässig und entspannt mitarbeiten, ist unter anderem, dass die Tiere nicht zu oft und zu lange eingesetzt werden, sowie einen Ausgleich durch Bewegung und artgerechte Haltung in der Herde haben.

Beim therapeutischen Reiten überträgt das gehende Pferd dreidimensionale Schwingungsimpulse. Diese Bewegungsübertragung kann zu einer Regulierung des Muskeltonus führen, Gleichgewicht und Rumpfbalance fördern und zu einer Aufrichtung der Wirbelsäule beitragen. Auf der Jugendfarm wird in der großen Reitbahn geritten oder es werden kleine Runden im Gelände gedreht.

Neben dem Reiten ist der Kontakt mit dem Pferd vom Boden aus von Bedeutung. Beim Putzen des Pferdes können sich die Kinder und Jugendlichen in ihrem Tempo an das Tier annähern und es mit allen Sinnen erfahren. Beim Führen wird das Selbstbewusstsein gefördert: Man muss seinen eigenen Raum einnehmen und sich konzentrieren. Die körpersprachliche Interaktion mit dem Pferd steht dabei im Vordergrund.

Bei Kindern mit motorischen Beeinträchtigungen wird beim therapeutischen Reiten das Gleichgewicht geschult, die Muskulatur wird gelockert sowie pathologische Reflexe abgebaut. Gleichgewichtsübungen werden z. B. mit Konzentrations- und Sprachübungen verbunden. Bei Kindern mit geistigen Beeinträchtigungen dient das Reiten in erster Linie der Entwicklung ihres Selbstwertgefühls und zur Mobilisierung ihrer geistigen Reserven.

Hinweis: Von Anfragen für das therapeutische Reiten bitten wir abzusehen. Wir bieten keine privaten Stunden und sind an allen Vormittagen komplett ausgelastet.